Als LASER
(Abkürzung von engl.: Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation) bezeichnet man ein System zur Erzeugung und Verstärkung
von monochromatischem und kohärentem Licht. Dieses
Licht hoher Qualität und Energiedichte besteht nahezu aus Lichtwellen
einer einzigen Frequenz bzw. Wellenlänge und schwankt
in seiner Phase nicht völlig ungeordnet wie gewöhnliches Licht, sondern weist feste
Phasenbeziehungen zwischen allen Punkten des von ihm gebildeten Strahlungsfeldes auf.
Die
Emission dieses Lichtes kommt durch Wechselwirkung geeigneter atomarer Systeme
mit den Photonen (Lichtquanten) zustande: Befinden sich geeignete Atome, Ionen oder
Moleküle, aber auch Festkörperkristalle u.a., in einem elektromagnetischen
Strahlungsfeld, so können sie aus diesen Photonen absorbieren und aus einem Zustand z. B.
der Energie E1 in einen energetisch höher liegenden Zustand der Energie E2
angeregt werden, wenn im Strahlungsfeld elektromagnetische Wellen der Frequenz n12 = (E2-E1)/h bzw. Photonen der Energie h n12 enthalten sind
(h = 6,26 . 10-34 Js = Plancksches Wirkungsquantum).
Sie
kehren nach sehr kurzer Zeit vom Energiezustand E2 in den Energiezustand E1
zurück. Das Strahlungsfeld bewirkt jedoch zusätzliche "induzierte" Übergänge
gleicher Art, verbunden mit einer sog. induzierten oder stimulierten
Emission von Photonen der Energie n12. Die so entstehende
Strahlung ist zeitlich und örtlich kohärent mit dem verursachenden
Anteil des Strahlungsfeldes, während die auf den zufällig und ungeordnet erfolgenden spontanen
Emissionen beruhende Strahlung völlig inkohärent ist.
Normalerweise
befindet sich ein Medium, das eine große Zahl von derartig anregbaren atomaren Systemen
enthält, im thermodynamischen Gleichgewicht, d. h., es gibt viel mehr Systeme, die sich
im niedrigeren Energieniveau E1 befinden, als solche im Energieniveau E2.
Dadurch werden
bei Einstrahlung mehr Photonen absorbiert als emittiert, d. h. das
Strahlungsfeld wird geschwächt.
Wenn aber
durch Einstrahlung von Photonen einer Energie n13 = (E3-E1)/h sehr viele Systeme in einen
energetisch noch höher liegenden Zustand der Energie E3 angeregt werden. (sog.
optisches Pumpen), aus dem sie laufend in den Zustand der Energie E2
übergehen, so wird dieses Energieniveau "überbesetzt". In einem derartigen
"aktiven Medium" kann dann der Fall eintreten, daß die Anzahl
der induzierten Emissionen größer ist als die Absorptionsrate: Es
findet eine Vermehrung an Photonen der Energie hn12 statt.
Ein Laser hat
folgenden grundsätzlichen Aufbau:
Zwischen zwei sich gegenüberstehenden planparallelen
oder sphärischen Spiegeln, von denen wenigstens einer für die entstehende
Lichtstrahlung eine gewisse Durchlässigkeit besitzt, ist das "aktive"
Lasermedium mit den zur Emission von Photonen einer bestimmten Frequenz fähigen atomaren
Systemen angeordnet. Nach Aktivierung des Mediums und verstärkter induzierter
Emission von Photonen der Energie hn12 bewirken die Spiegelflächen
eine fortwährende Rückkopplung der entstehenden Strahlung in das aktive
Medium. Sobald die Erzeugung von Photonen mit Bewegungsrichtungen senkrecht zu den
Spiegelflächen die Verluste der zwischen den Spiegeln hin- und herlaufenden
Lichtwellen übersteigt, tritt eine Resonanzverstärkung des Lichtes auf.
Die Auskopplung des äußerst kohärenten Lichtes erfolgt meist durch den
etwas durchlässigen Spiegel. Die ausgesandte Strahlung ist nahezu monochromatisch
und kohärent - sie läßt sich dadurch extrem gut in einen Brennfleck bündeln, um hohe
Intensitäten zu erzielen.
Je nach
Art des verwendeten aktiven Mediums unterscheidet man Festkörper-, Flüssigkeits-
und Gaslaser sowie Halbleiterlaser, nach Betriebs- und
Strahlungsweise Impulslaser (Emission von Lichtblitzen) und Dauerstrichlaser
(kontinuierliche Emission). |