Nicht alle Kunststoffe eignen sich zum Lasermarkieren (Nd:YAG). Die Absorption des Kunststoffs ist zu gering für das Laserlicht. Der Laserstrahl geht durch den Kunststoff hindurch, ohne eine nennenswerte Veränderung zu hinterlassen. Erst bei extrem hoher Intensität des Laserstrahls oder nach mehrmaligem Beschuß ist eine Markierung möglich. Die Belastung des Materials ist dabei jedoch so hoch, daß eine tief in den Kunststoff hineinreichende Zerstörung des Polymers erfolgt und die Markierung nur unzureichend ausgeprägt ist. Zu diesen Kunststoffen zählen unter anderem auch Polyolefine (Novolen, Lupolen), Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol.

Abhilfe durch Zusätze von Pigmenten (Additiven)

Durch geeignete Pigmentierung können nicht laserbeschriftbare Kunststoffe beschriftbar ausgerüstet werden. (POM, PA, PMMA). Transparente und naturfarbene Kunststoffe können unter Beibehaltung der Transparenz von hell bis dunkel markiert werden. Das Produktprogramm der Pigmente bietet die Lösung für nahezu jeden Farbwunsch, da die Farbpalette der einzelnen Produkte von Transparent bis schwarz reicht.

Laserbeschriftung mit kontrastgebenden Farbreaktionen

Zusätzliche Pigmente ermöglichen in vielen Kunststoffen farbintensive Reaktionen mit dem Laserstrahl, wobei diese sowohl durch eine Reaktion am Polymer, als auch teilweise am Pigment selbst hervorgerufen werden.


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Thermoplaste

Die meisten Thermoplaste, insbesondere Ultramid, Ultraform, Lucryl sind im Naturzustand nur schlecht oder gar nicht zu beschriften. Erst durch Zusätze, die die Laserstrahlabsorption verbessern, ist eine befriedigende Beschriftung zu erreichen. Die Schriftgüte hängt von der Kombination Thermoplast/Farbmittel/Zusatzstoffe ab. Notwendige Voraussetzungen für die Laserbeschriftbarkeit sind die Absorption des Strahls und eine Farbänderung (oder ein anderer Effekt) infolge der absorbierten Energie. Beides kann durch den Thermoplast selbst und/oder durch Pigmente (Füll- und andere Zusatzstoffe) erreicht werden.

Grob sind die Thermoplaste nach ihrer Beschriftbarkeit im Naturzustand in drei Gruppen einzuteilen:

  • Gut absorbierende und karbonisierende Thermoplaste mit intensiver Dunkelfärbung im Lasereinflußbereich (z.B. Ultrason, Ultrapek).
  • Absorbierende und karbonisierende Thermoplaste mit ungleichmäßiger Dunkelfärbung ("Perlenkettenstruktur").

    Zu dieser Gruppe gehören z.B. Styrolpolymere und Ultradur. Durch eine geeignete Pigmentierung kann die Beschriftung so gleichmäßig aufgebracht werden, daß ein perfektes Schriftbild entsteht. Das gilt auch für glasklare Produkte ("Rauchtopas").


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  • Nicht oder nur wenig absorbierende Thermoplaste.
    Dazu gehören Ultramid, Ultraform, Lucryl und die Polyolefine (Novolen, Lupolen). Sie sind im Naturzustand überhaupt nicht zu beschriften. Bei einer optimierten Schwarzeinfärbung entsteht eine fast weiße Beschriftung. Ein Teil dieser Kunststoffe zeigt bei hellen Einfärbungen nur eine helle Schrift. Mit speziellen Zusätzen kann jedoch auch eine dunkle Schrift erzeugt werden (z.B. bei Ultraform).